Operation Alice unter Führung des BLKA entfernt 373.000 Darknet-Seiten


Strafverfolgungsbehörden aus über 20 Ländern haben an einer globalen Operation gegen eines der größten Darknet-Betrugsnetzwerke teilgenommen. Geleitet wurde die Operation vom Bayerischen Landeskriminalamt.

Operation Alice, eine internationale Polizeiaktion zur Bekämpfung von Cyberkriminalität, lief bereits seit 2021. Im Fokus stand eine Darknet-Plattform namens „Alice with Violence CP“.

Durch internationale Zusammenarbeit stellten die Behörden fest, dass der Betreiber der Plattform mehr als 373.000 betrügerische Websites betrieb, auf denen Kindesmissbrauchsmaterial (CSAM), Kreditkartendaten, gestohlene Zugangsdaten und Cybercrime-as-a-Service (CaaS) angeboten wurden.

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Bilder und Videos mit kinderpornografischen Inhalten konnten als „Pakete“ erworben werden, gegen Angabe einer E-Mail-Adresse und Zahlung in Bitcoin. Jedes Paket kostete zwischen 17 und 215 Euro, wurde jedoch letztlich nie geliefert.

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Beschlagnahmte Website im Rahmen der Operation Alice. Bild: Europol

Kunden, die sich für CaaS-Angebote interessierten, bezahlten in Kryptowährungen, erhielten dafür aber keinerlei Leistung.

Zwischen dem 9. und 19. März 2026 schlossen sich 23 Länder der Operation Alice an. In diesem Zeitraum schalteten Ermittler mehr als 373.000 Onion-Seiten im Darknet ab und beschlagnahmten 105 Server in Deutschland.

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Darüber hinaus wurden weltweit 440 Kunden identifiziert sowie ein Verdächtiger als Betreiber der Plattform „Alice with Violence CP“. Die Behörden gehen davon aus, dass er über 345.000 Euro Gewinn erzielte, indem er rund 100.000 Kunden weltweit betrog.

Außerdem wurden zahlreiche elektronische Geräte beschlagnahmt, darunter Mobiltelefone, Computer und elektronische Datenträger.

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„Operation Alice sendet eine klare Botschaft: Für Kriminelle gibt es kein Versteck, wenn die internationale Strafverfolgungsgemeinschaft Hand in Hand arbeitet. Wir werden sie finden und zur Rechenschaft ziehen. Europol wird weiterhin Kinder schützen, Opfer unterstützen und Täter aufspüren“, erklärte Europol-Exekutivdirektorin Catherine De Bolle in einer Stellungnahme.

Strafverfolgungsbehörden aus 23 Ländern nahmen an Operation Alice teil: Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Kroatien, Litauen, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechien, die Ukraine, Ungarn, Großbritannien und die Vereinigten Staaten.

Europol erleichterte den Informationsaustausch zwischen den Strafverfolgungsbehörden, leistete analytische Unterstützung, spielte eine zentrale Rolle bei der Rückverfolgung von Kryptowährungszahlungen und der Bereitstellung von Erkenntnissen an die beteiligten Länder und koordinierte die internationale Reaktion.


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