Vietnamesischer Darknet-Drogenring wäscht Millionen über Nagelstudios und Restaurants


Ermittler aus Nordrhein-Westfalen und Hessen haben ein vietnamesisches Geldwäschenetzwerk ausgehoben, über das Kriminelle ihre Gewinne aus dem Darknet-Drogenhandel in Bargeld umwandelten. Legale Betriebe sollen Summen im siebenstelligen Bereich durch das System geschleust haben.

Nagelstudios und Restaurants standen im Fokus einer groß angelegten Razzia. Bis zu 400 Beamte in Nordrhein-Westfalen und Hessen nahmen Betriebe mit dem Verdacht der Darknet-Geldwäsche und des Drogenhandels ins Visier.

Einsatzkräfte von Polizei und Zoll durchsuchten rund 40 Wohn- und Geschäftsobjekte. Im Zuge der Operation wurden acht Verdächtige festgenommen, darunter vier der insgesamt acht Hauptverdächtigen vietnamesischer Herkunft. Außerdem stellten die Behörden Bargeld und Kryptowährungen im sechsstelligen Bereich sicher.

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Berichten der FAZ zufolge stamme das Bargeld von vietnamesischen Staatsangehörigen in Deutschland, die teilweise illegal in Nagelstudios oder Restaurants beschäftigt gewesen seien. Die Betriebe hätten als Tarnung gedient, um im Hintergrund ein verdecktes Geldwäschenetzwerk zu betreiben.

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Nach Erkenntnissen der Behörden wurden seit November 2025 mehr als sieben Millionen Euro Bargeld über das Netzwerk geschleust.

Über die Krypto-Wallets der Hauptverdächtigen seien im selben Zeitraum mehr als 100 Millionen Euro geflossen. Ermittlern zufolge habe das System dazu gedient, Kryptowährungen in Bargeld umzutauschen und Finanztransaktionen zwischen Deutschland und Vietnam durchzuführen.

Darüber hinaus stellten die Behörden zwei Schusswaffen sowie mehrere Kilogramm Betäubungsmittel sicher.

Die kriminelle Gruppierung soll seit mindestens Juli 2020 auf Darknet-Marktplätzen weltweit Drogen wie Ecstasy, Haschisch, Kokain und verschreibungspflichtige Medikamente verkauft haben.

Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Köln geleitet, sind aber noch nicht abgeschlossen. Weitere Festnahmen sind möglich.


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