Möglicher Datenverlust nach Hackerangriff beim Klinikverbund AMEOS
Die AMEOS Gruppe betreibt über 50 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist Opfer eines Datendiebstahls geworden.

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Die AMEOS Gruppe, einer der größte Gesundheitsversorger, wurde Opfer eines Hackerangriffs. Die Ausmaße sind bisher unklar.
Die AMEOS Gruppe gehört zu den wichtigsten Gesundheitsdienstleistern in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Laut eigenen Angaben betreibt der Verbund aus Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen über 100 Objekte an 50 Standorten und beschäftigt mehr als 18.000 Mitarbeiter. Jährlich versorgt AMEOS über 500.000 Menschen.
Trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen gelang es Hackern, kurzzeitig auf das IT-System des Gesundheitsdienstleisters zuzugreifen.
Bei dem Vorfall könnten Daten von Patienten, Mitarbeitern und Partnern sowie Kontaktdaten von Geschäftspartnern betroffen sein.
"Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Daten im Internet zum Nachteil der betroffenen Personen verwendet werden oder Dritten zugänglich gemacht werden", heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.
Der Gesundheitsdienstleister erklärt weiter, dass alle internen und externen Netzwerkverbindungen getrennt und sämtliche Systeme heruntergefahren wurden. IT- und Forensik-Dienstleister wurden umgehend hinzugezogen. Bestehende Sicherheitsvorkehrungen wurden überprüft und verstärkt.
Die zuständige Datenschutzbehörde wurde über den Vorfall informiert. Zudem wurde Strafanzeige beim Landeskriminalamt erstattet.
Die AMEOS Gruppe warnt betroffene Patienten, Mitarbeiter und Partner vor möglichen Betrugsversuchen wie Phishing und Identitätsdiebstahl. Betroffene sollten daher besonders auf unbefugte Zugriffe auf Online-Konten, dubiose Jobangebote und andere verdächtige Nachrichten in ihrem Posteingang achten.
"Derzeit liegen uns keine konkreten Erkenntnisse über einen tatsächlichen Abfluss Ihrer individuellen personenbezogenen Daten vor. Eine Information erfolgt umgehend nach Abschluss der laufenden Prüf- und Ermittlungsmaßnahmen auf dieser Seite.", schließt der Gesundheitsdienstleister.
Wann genau der Vorfall stattfand, wie die Angreifer eindringen konnten und ob Lösegeldforderungen gestellt wurden, teilte das Unternehmen nicht mit.
Bis Redaktionsschluss hat sich keine Ransomware-Gruppe zu dem Angriff auf die AMEOS Gruppe bekannt.