Deutsche Telekom bringt KI-Handy für 149 Euro raus

Die Deutsche Telekom ist einer der größten Telekommunikationskonzerne der Welt. Jetzt plant das Unternehmen, eine Reihe von „KI für alle"-Geräten auf den Markt zu bringen, die mit Perplexity betrieben werden.
Künstliche Intelligenz (KI) ist seit der Veröffentlichung des Chatbots ChatGPT im Jahr 2022 zum Modewort geworden.
Seitdem liefern sich Unternehmen und Konzerne ein Wettrennen um die neuesten und effektivsten KI-Modelle, KI-gestützte Geräte und Chatbots.
Während es sowohl erfolgreiche Produkte als auch Flops gab, wollen viele Unternehmen zeigen, dass sie im Rennen mitmischen können.
Die Deutsche Telekom macht da keine Ausnahme. Der Telekommunikationsriese, der 2024 zur „wertvollsten deutschen Marke aller Zeiten" gekürt wurde, veröffentlicht seine erste Gerätereihe mit Perplexity-Technologie.
Perplexity ist ein KI-gesteuerter Chatbot, ähnlich wie die Konkurrenz von OpenAIs ChatGPT oder Anthropics Claude.
Die Deutsche Telekom behauptet, ihren Kunden „die Tür zur Welt der künstlichen Intelligenz zu öffnen" und KI für jeden zugänglich zu machen, nicht nur für Technik-Nerds oder Enthusiasten.
Während Unternehmen wie OpenAI KI längst benutzerfreundliche Oberflächen entwickelt haben und ihren Chatbots simple, gefällige Persönlichkeiten verpassten, scheint die Deutsche Telekom im Glauben zu sein, etwas Revolutionäres zu tun.
Aktuell plant die Deutsche Telekom nämlich, ein KI-Smartphone auf den Markt zu bringen, ungeachtet der Tatsache, dass Apple und Google ihre Geräte schon längst mit nutzlosen KI-Features vollgestopft haben.
Aber wie will die Deutsche Telekom mit der Konkurrenz mithalten? Nun, ihre KI-gestützten Geräte kommen „zu einem einzigartigen Preis" – ab 149 Euro.
Das ist erheblich günstiger als die 1000-Euro-Geräte von Apple oder Google, die mit den neuesten KI-„Upgrades" ausgestattet sind.
Außerdem verspricht die Deutsche Telekom, dass dieser „vielseitige KI-Assistent" Informationen auf Abruf, Bildschirminhalte und Augmented-Reality-Erlebnisse mit Objekten vor der Kamera liefern kann.
„Einfach zweimal die Power-Taste drücken oder den Magenta-Button unten in der Mitte des Sperrbildschirms antippen, und schon steht der Assistent zur Verfügung", so die Deutsche Telekom. Nutzer können Perplexity offenbar auch per Sprache oder Texteingabe Fragen stellen.
Das KI-Smartphone kostet in Deutschland 149 Euro, das KI-Tablet 199 Euro. Die Produkte werden auch in Österreich, Kroatien, Tschechien, Griechenland, Ungarn, Montenegro, Nordmazedonien, Polen und der Slowakei auf den Markt gebracht.
Zusätzlich bietet der Telekommunikationsriese allen Kunden Zugang zu Magenta AI, einem Tool-Paket, das auch ohne Neukauf eines Geräts verfügbar ist.
„Der ‚Magenta AI'-Button in der MeinMagenta-App führt Nutzer direkt zu Perplexitys Antwort-Engine. Weitere Features folgen in Kürze."
Allerdings hat sich Magenta in letzter Zeit nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Erst vor wenigen Wochen deckte Cybernews ein massives Datenleck auf.
Wie sicher ist die Deutsche Telekom?
Verschiedene Bereiche der Deutschen Telekom, darunter MagentaTV und T-Mobile, waren bereits von schweren Datenlecks getroffen, die Millionen Nutzer betrafen.
Das Cybernews-Forschungsteam entdeckte erst Mitte Juni dieses Jahres ein Leck, als es auf eine ungeschützte Elasticsearch-Instanz stieß, die von Serverside.ai gehostet wurde, einer Plattform für serverseitige Werbeeinblendung (SSAI).
Laut den Sicherheitsforschern stammten alle Daten der exponierten Instanz von MagentaTV, einer Video-Streaming-Aggregator-Plattform im Besitz der Deutschen Telekom.
Während Drittquellen die Nutzerbasis von MagentaTV auf 4,4 Millionen Personen schätzen, enthielt die exponierte Instanz über 324 Millionen Log-Einträge, insgesamt satte 729 GB an Daten.
Zwar waren nicht alle geleakten Daten gefährlich, trotzdem wurden viele Nutzerdaten offengelegt, darunter IP-Adressen, MAC-Adressen, Session-IDs, Kunden-IDs und User Agents.
In Kurzform: T-Mobile, das dem deutschen Telekommunikationskonzern gehört, wurde von Hackern attackiert, die angeblich 64 Millionen T-Mobile-Datensätze mit hochsensiblen Informationen gestohlen haben.
Die Angreifer veröffentlichten die Daten des Mobilfunkanbieters in einem bekannten Datenleck-Forum und behaupteten, alle 64 Millionen Datensätze stammen vom 1. Juni 2025.