Wayve steigt zu einem der wertvollsten KI-Unternehmen Europas auf


Wayve, ein in London ansässiges Unternehmen für autonomes Fahren, zählt nach Investitionen von Microsoft, Nvidia, Uber und weiteren Geldgebern nun zu den wertvollsten Unternehmen für künstliche Intelligenz (KI) in Europa.

Das britische Start-up sicherte sich in der jüngsten Finanzierungsrunde 1,2 Milliarden US-Dollar, wodurch die Bewertung auf rund 8,6 Milliarden US-Dollar stieg und die Hoffnungen auf eine starke Tech-Zukunft des Kontinents neuen Auftrieb erhielten.

Microsoft, Nvidia und Uber beteiligten sich an der Runde gemeinsam mit den etablierten Autoherstellern Mercedes-Benz, Nissan und Stellantis, während Wayve den weltweiten Einsatz seiner Technologie für selbstfahrende Fahrzeuge vorantreibt.

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Uber will zudem investieren, um die Einführung von Wayves Robotaxi-Dienst in mehr als zehn Märkten zu unterstützen. Wayve kündigte an, noch in diesem Jahr kommerzielle Robotaxi-Testläufe zu starten, zunächst in London, und ab 2027 seine Software für überwachtes autonomes Fahren in Serienfahrzeuge zu integrieren.

London ist zwar der wichtigste Teststandort des Unternehmens, doch Wayve hat seine Technologie bereits in mehreren Städten in Europa, Nordamerika und Japan erprobt und betreibt ein eigenes Testzentrum in Tokio.

Alex Kendall, Mitgründer und Vorstandsvorsitzender von Wayve, erklärte, die Investition werde die Bemühungen des Unternehmens beschleunigen, seine Technologie weltweit einzusetzen.

„Autonomes Fahren lässt sich nicht allein durch die Einführung von Robotaxis Stadt für Stadt skalieren. Es braucht eine vertrauenswürdige Plattform, die Autohersteller und Flottenbetreiber weltweit nutzen und kontinuierlich verbessern können“, so Kendall.

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Microsoft-Chef Satya Nadella sagte, Wayve „erschließe neue Grenzen“, während Uber-Chef Dara Khosrowshahi erklärte, er sei „sehr stolz“ auf die wachsende Zusammenarbeit beider Unternehmen.

Die britische Technologieministerin Liz Kendall (nicht verwandt mit Alex Kendall) bezeichnete Wayve als „ein eindrucksvolles Beispiel für die Stärke, den Ehrgeiz und das Potenzial der innovativen Unternehmen Großbritanniens“.

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„Diese Finanzierungsrunde zeigt das internationale Vertrauen in den herausragenden britischen KI-Sektor und bestätige Großbritanniens Position als führendes Scale-up-Ökosystem in Europa“, so die Ministerin.

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Trotz des entgegengebrachten Vertrauens steht Wayve bei der Kommerzialisierung seiner Technologie vor erheblichen Herausforderungen: strenge regulatorische Anforderungen, harter Wettbewerb mit globalen Rivalen wie Waymo und Tesla sowie die technische Komplexität, vollautonome Systeme sicher und in großem Maßstab einzusetzen.

Nach der jüngsten Finanzierungsrunde gehört Wayve nun zu den am höchsten bewerteten KI-Unternehmen Europas und liegt nur hinter einigen wenigen zurück, darunter der französische KI-Star Mistral, das deutsche Verteidigungsunternehmen Helsing und ElevenLabs, ein in London von polnischen Unternehmern mitgegründetes Unternehmen für Sprachsynthese.

Obwohl das Investoreninteresse stark zunimmt, hinken europäische KI-Unternehmen ihren amerikanischen Konkurrenten bei der Kapitalbeschaffung und Kommerzialisierung ihrer Technologien weiterhin deutlich hinterher.

Mistral ist mit einer Bewertung von knapp 12 Milliarden US-Dollar Europas wertvollstes KI-Unternehmen. Im Vergleich dazu steht das in San Francisco ansässige OpenAI, eines der wertvollsten privaten Technologieunternehmen der Welt, bei einer Bewertung von 500 Milliarden US-Dollar.


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