BSI veröffentlicht Checkliste für gehackte Online-Konten
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) haben eine Checkliste veröffentlicht, die zeigt, was Betroffene gegen gehackte Online-Konto unternehmen sollten.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) haben eine Checkliste veröffentlicht, die zeigt, was Betroffene gegen gehackte Online-Konto unternehmen sollten.
Laut dem kürzlich veröffentlichten Cybersicherheitsmonitor 2025 gab es bei fast jedem zehnten Fall von Cyberkriminalität unbefugten Zugriff auf ein Online-Konto. Das kann ernste Folgen haben, insbesondere bei E-Mail-Konten.
Kriminelle könnten persönliche Daten missbrauchen, etwa um gespeicherte Informationen für illegale Käufe zu nutzen oder Spam im Namen der Opfer zu verschicken. Da E-Mail-Adressen oft mit anderen Online-Diensten verknüpft sind, könnten Betrüger Passwörter zurücksetzen und weitere Konten kapern.
BSI und ProPK haben daher eine gemeinsame Notfall-Checkliste veröffentlicht. Das Dokument zeigt Schritt für Schritt, was bei Verdacht auf ein gehacktes Konto zu tun ist.
Als Erstes solltest du beim Support des E-Mail-Anbieters um Hilfe bitten. Dieser kann möglicherweise dein Passwort zurücksetzen oder das Konto wiederherstellen. Außerdem solltest du deine Kontakte warnen, für den Fall, dass Phishing-Mails oder andere gefälschte Nachrichten von deinem Konto verschickt werden.
Falls du dich noch einloggen kannst, aber vermutest, dass dein Konto gehackt wurde, solltest du sofort dein Passwort ändern und alle aktiven Sitzungen beenden. Prüfe außerdem deine Kontoeinstellungen. Unbefugte Nutzer könnten wichtige Einstellung verändern und beispielsweise Weiterleitungen einrichten, die später erneut zu Problemen führen.
Frage auch bei deinen Kontakten, ob sie Spam oder verdächtige Nachrichten von deinem Konto erhalten haben.
Hier einige zentrale Empfehlungen des BSI und ProPK zum Schutz deines Kontos: Nutze Passkeys, aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), richte eine Bildschirmsperre auf allen Geräten ein, teile möglichst wenig persönliche Infos im Internet, meide öffentliches WLAN, installiere Updates und nutze Antivirensoftware samt Firewall.
„Ein Ernstfall kann schnell überfordern: Viele Menschen wissen im ersten Moment nicht, wie sie reagieren sollten. Gerade im Falle des E-Mail-Kontos kann schnelles Handeln jedoch weiteren Schaden abwenden. Die Checkliste soll Betroffene handlungsfähig machen", sagt Karin Wilhelm, Verbraucherschutz-Expertin beim BSI.
Entdecke mehr exklusive Cybernews-Reportagen bei YouTube.