Lidl bestätigt Datenpanne: Kundendaten in Europa betroffen
Passwörter und Bankdaten sind sicher.

People entering supermarket chain Lidl store. Mike Kemp/In Pictures via Getty Images.
- Lidl hat Kunden in Belgien, Deutschland und den Niederlanden informiert, nachdem ein externer Dienstleister Opfer einer Datenpanne wurde.
- Zu den gestohlenen Daten zählen Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten und Kundennummern aus dem Lidl-Onlineshop.
- Laut Lidl sind Passwörter, Adressen, Bankdaten, Zahlungsinformationen und Kundenkonten nicht betroffen.
- Die Behörden wurden informiert, Strafanzeige wurde erstattet, und Kunden werden gebeten, auf Phishing oder Identitätsmissbrauch zu achten.
Zentrale Fakten von nexos.ai, verifiziert durch die Cybernews-Redaktion.
Der Discounter Lidl hat Kunden über einen Datenschutzvorfall informiert, bei dem persönliche Daten abgeflossen sind. Betroffene werden gebeten, besonders wachsam gegenüber Phishing-Versuchen zu sein.
Betroffene Kunden in Belgien, Deutschland und den Niederlanden haben eine E-Mail erhalten, in der der Vorfall erläutert wird.
Darin heißt es, ein externer Dienstleister von Lidl sei Opfer eines „IT-Sicherheitsvorfalls“ geworden, der es einem unbekannten Angreifer ermöglicht habe, auf detaillierte Kundendaten des Lidl-Onlineshops zuzugreifen.
Zu den abgegriffenen Daten zählen Vor- und Nachnamen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten sowie Kundennummern.
„Wir können zum jetzigen Zeitpunkt ausschließen, dass auch Passwörter, Rechnungs- und Lieferanschriften, Bankdaten oder sonstige Zahlungsinformationen betroffen sind. Dein Kundenkonto selbst wurde nicht beeinträchtigt“, so Lidl.
Der Discounter versichert seinen Kunden, dass der betroffene Dienstleister umgehend reagiert und alle notwendigen Schritte eingeleitet habe, um die betroffenen IT-Systeme vollständig wiederherzustellen. Darüber hinaus habe Lidl Strafanzeige erstattet und externe Sicherheitsexperten mit der Untersuchung des Vorfalls beauftragt.
Die zuständigen Datenschutzbehörden in Belgien, Deutschland und den Niederlanden wurden über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.
Obwohl es bislang keine Hinweise auf einen Missbrauch der gestohlenen Daten gibt, empfiehlt der Discounter, mögliche Phishing-Versuche im Blick zu behalten.
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„Sei wachsam bei unerwarteten Nachrichten. Überprüfe stets die Echtheit des Absenders. Solltest du etwas Ungewöhnliches bemerken, gib keine Daten preis und klicke nicht auf unbekannte Links“, warnt der Discounter.
Laut Lidl wurde das Unternehmen zu Beginn der vergangenen Woche über den Vorfall informiert, entschied sich jedoch dazu, erst am Freitag, dem 10. Juli, an die Öffentlichkeit zu gehen. Wie viele Kunden von dem Datenschutzvorfall betroffen sind, ist weiterhin unklar. Bis Redaktionsschluss hatte keine Hackergruppe die Verantwortung für den Angriff übernommen.
Der Artikel wurde um eine Stellungnahme von Lidl ergänzt, die wir im Anschluss vollständig wiedergeben. Zudem wurde der Artikel angepasst, um die offizielle Position des Unternehmens widerzuspiegeln, wonach Passwörter, Rechnungs- und Lieferanschriften, Bankdaten oder sonstige Zahlungsinformationen der Kunden nicht betroffen waren.
„Wir wurden über einen IT-Sicherheitsvorfall bei einem unserer IT-Dienstleister informiert. Unser IT-Dienstleister hat umgehend reagiert und die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die volle Sicherheit der betroffenen IT-Systeme wiederherzustellen.
Unbekannte konnten trotz hoher IT-Sicherheitsstandards kurzzeitig auf eine separat gespeicherte Datei mit Kundendaten zugreifen und Teile davon entwenden. Die gestohlenen Daten umfassen Kundeninformationen unserer Onlineshop-Kunden (Anrede, Vor- und Nachname, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Kundennummer).
Uns liegen derzeit keine konkreten Hinweise auf einen Datenmissbrauch vor. Dennoch haben wir betroffene Kunden vorsorglich vor möglichen Phishing-Versuchen oder Identitätsmissbrauch gewarnt."