26 Jahre Haft für Nemesis-Dealer wegen Fentanyl und Meth-Handels über deutsche Server


Ein Mann aus Kalifornien wurde jetzt wegen Drogenhandels zu 26 Jahren Haft auf dem Darknet-Marktplatz „Nemesis Market" verurteilt. ZIT und BKA hatten 2024 die Server-Infrastruktur stillgelegt und Kryptowährungen beschlagnahmt.

Zentrale Fakten:

Nemesis Market galt einst als einer der größten Darknet-Marktplätze der Welt. Kriminelle handelten dort mit Drogen, gestohlenen Daten und Cybercrime-Dienstleistungen wie DDoS-Angriffen, Phishing und Ransomware.

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Im März 2024 wurde Nemesis Market von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) – und dem Bundeskriminalamt (BKA) abgeschaltet. Zu diesem Zeitpunkt waren über 150.000 Nutzer und 1.100 Verkäufer auf der Plattform registriert.

Zwischen 2021 und 2024 verarbeitete der Darknet-Marktplatz mehr als 400.000 Bestellungen, darunter über 55.000 für Stimulanzien wie Meth, Kokain, Crack und andere Betäubungsmittel. Zudem gab es 170.000 Bestellungen von Opioiden, darunter Fentanyl, Heroin und Oxycodon.

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Im Zuge der Beschlagnahme schalteten die Ermittler die Server von Nemesis Market ab, die in Deutschland und Litauen gehostet waren. Zusätzlich wurden digitale Vermögenswerte im Wert von 94.000 Euro konfisziert.

Bei dem Verurteilten handelt es sich um den 39-jährigen Darren Hughes aus San Jose, Kalifornien. Er betrieb auf dem illegalen Marktplatz einen Verkäufer-Account und bot kostenlose Methamphetamin-Proben an. Bei fünf verschiedenen Scheingeschäften verkaufte er Meth und Fentanyl-Pillen gegen Kryptowährung an einen verdeckten Ermittler.

Im Juni 2023 wurde Hughes in Redwood City, Kalifornien, festgenommen, nachdem er weiteren Meth-Lieferungen an verdeckte Ermittler in Chicago zugestimmt hatte. Im November 2025 sprach eine Bundesgeschworenenjury ihn des Drogenhandels schuldig. Im Mai 2026 verurteilte ihn der US-Bundesrichter John F. Kness schließlich zu 26 Jahren Haft in einem Bundesgefängnis.

„Kriminelle, die im Darknet Rauschgift verkaufen, handeln oft ungestraft und dreist, weil sie fälschlicherweise glauben, sich außerhalb der Reichweite der Strafverfolgung zu befinden. Die Staatsanwaltschaft Chicago und unsere Partner werden Drogenhändler identifizieren, ermitteln und verfolgen, unabhängig davon, wo sie operieren, auch wenn sie im Darknet tätig sind“, erklärte US-Staatsanwalt Andrew S. Boutros in einer Stellungnahme.

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„Drogenhändler standen früher an Straßenecken. Heute nutzen sie das Internet, um Kunden weltweit zu erreichen. Darknet-Marktplätze mögen anonym wirken, aber keine Plattform ist vor den Behörden sicher. Darren Hughes nutzte das Internet, um von Sucht zu profitieren und gefährliche Drogen zu vertreiben“, ergänzte Adam Jobes, der Sonderbeauftragte des IRS-Ermittlungsdienstes.


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