Microsoft schenkt Windows-10-Nutzern in Europa kostenlose Sicherheitsupdates für ein Jahr
Microsoft schenkt Windows-10-Nutzern im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ein Jahr lang kostenlose Sicherheitsupdates, ohne Backups der Daten, Apps und Anmeldedaten oder verpflichtender Teilnahme am Microsoft-Rewards-Programm.

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Microsoft gewährt Windows-10-Nutzern im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ein Jahr lang kostenlose Sicherheitsupdates, ohne Backups der Daten, Apps und Anmeldedaten oder verpflichtender Teilnahme am Microsoft-Rewards-Programm.
Windows 10 erschien am 29. Juli 2015. Nach zehn Jahren kostenloser Updates beschloss Microsoft jedoch, den Support für das Betriebssystem am 14. Oktober 2025 einzustellen.
Kritische Sicherheitsupdates sollten nach diesem Stichtag nur noch Teilnehmern des Extended Security Updates (ESU)-Programms zur Verfügung stehen. Der Tech-Riese plante, Privatnutzern 30 $ jährlich für den erweiterten Support zu berechnen.
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Microsoft hat jedoch umgedacht und bietet Windows-10-Nutzern im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) nun kostenlose Sicherheitsupdates bis zum 13. Oktober 2026. Zusätzlich entfällt die Pflicht zur Nutzung von Microsoft Rewards, OneDrive oder anderen verknüpften Diensten.
Die Verbraucherschutzorganisation Euroconsumers zeigt sich erfreut über Microsofts einjährige, kostenlose ESU-Option für europäische Windows-10-Nutzer. Allerdings bedauert die Interessenvertretung, dass Microsofts Angebot nur ein Jahr gilt.
„Das ESU-Programm ist auf ein Jahr begrenzt und lässt voll funktionsfähige Geräte nach dem 13. Oktober 2026 ungeschützt zurück. Eine derart kurzfristige Maßnahme wird den berechtigten Erwartungen der Verbraucher an ein weitverbreitetes Produkt nicht gerecht und steht weder im Einklang mit dem Geist der Richtlinie über digitale Inhalte (DCD) noch mit den übergeordneten Nachhaltigkeitszielen der EU", schreibt Euroconsumers in einem offenen Brief an Microsoft Irland.
Die Interessenvertretung hält es für bedauerlich, dass ein Upgrade auf Windows 11 neue Hardware-Anforderungen mit sich bringt, darunter ein Trusted Platform Module (TPM) 2.0 und einen 64-Bit-Prozessor.
„Dies stellt eine enorme zusätzliche Belastung für Verbraucher dar. Schätzungen zufolge sind über 850 Millionen aktive Geräte weiterhin auf Windows 10 angewiesen und können aufgrund der Hardware-Anforderungen nicht aktualisiert werden", so die Organisation.
Vergangene Woche appellierte die US-Verbraucherschutzorganisation Consumer Reports an Microsoft, den Windows-10-Support kostenlos zu verlängern.
„Diese Entscheidung lässt Millionen Verbraucher mit Computern im Stich, die nicht mit Windows 11 kompatibel sind, und zwingt sie, 30 Dollar für eine einjährige Support-Verlängerung zu zahlen, Hunderte für einen neuen Windows-11-fähigen Computer auszugeben oder nichts zu unternehmen und zuzusehen, wie Sicherheit und Funktionalität ihres Computers mit der Zeit nachlassen", schrieb die Organisation in einer Stellungnahme.
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