Hacker-Angriff trifft Ludwigshafen, alle IT-Systeme offline

Die deutsche Stadt Ludwigshafen hat ihre IT-Systeme wegen eines Cyberangriffs vom Netz genommen. Die städtischen Websites und Online-Dienste werden voraussichtlich für mehrere Tage nicht erreichbar sein.
Laut einer Meldung der Stadtverwaltung schlugen die IT-Systeme der Stadt am Morgen des 6. Novembers Alarm, nachdem „ernstzunehmende Auffälligkeiten" entdeckt wurden.
Notfallprotokolle wurden sofort aktiviert, einschließlich der vorsorglichen Abschaltung aller Systeme zur Schadensbegrenzung. Forensische Analysten wurden hinzugezogen, um Art und Umfang des Vorfalls zu untersuchen.
„Die eingeleiteten Maßnahmen laufen derzeit weiter, um Infiltrierungen auszuschließen, und die Systeme nach und nach wieder in Betrieb nehmen zu können", teilte die Stadt Ludwigshafen am Freitag mit.
Da die städtischen Websites und Online-Dienste derzeit offline sind, ist die Verwaltung für Bürger weder telefonisch noch per E-Mail erreichbar. Die Verwaltungsbüros bleiben geöffnet, vereinbarte Termine finden wie geplant statt. Straßenreinigung und Müllabfuhr sind nicht betroffen.
In einer aktualisierten Stellungnahme erklärt die Stadt Ludwigshafen, dass die Überprüfung ihrer IT-Systeme planmäßig voranschreitet.
„Bisher wurden keine weiteren Auffälligkeiten innerhalb des Datennetzes festgestellt. Die Anzeichen, dass es sich bei dem Vorfall um einen Cyber-Angriff gehandelt haben könnte, haben sich verdichtet", so die Kommune.
Die Stadtverwaltung betont, dass es keine Hinweise auf einen Zugriff auf die Daten der Bürger gibt. Die städtische IT arbeitet weiter daran, alle Bereiche des Datennetzes auf mögliche Eingriffe zu prüfen.
Eine vollständige Überprüfung des städtischen Datennetzes wird mindestens die restliche Woche dauern, möglicherweise noch länger.
Einige Dienste könnten schrittweise wieder online gehen. Wann genau ist aber unklar. Die Verwaltung verspricht, alle auf dem Laufenden zu halten.
Bislang hat sich keine Ransomware-Gruppe zum Cyberangriff auf Ludwigshafen bekannt.
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