Österreich drängt EU, Anthropic-Hosting zu prüfen


Österreich hat vorgeschlagen, dass die Europäische Union prüfen solle, das KI-Unternehmen Anthropic innerhalb der EU anzusiedeln – als Antwort auf Pläne der Vereinigten Staaten, Ausländern den Zugang zu den fortschrittlichsten Modellen des Unternehmens zu verwehren.

Zentrale Fakten:

In einem Brief an EU-Technologiekommissarin Henna Virkkunen, den die österreichische Bundesregierung veröffentlichte, betonte Staatssekretär Alexander Pröll, es sei entscheidend, dass Europa nicht von bedeutenden Innovationen abgekoppelt werde.

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„Lassen Sie uns gemeinsam die strategische Ansiedlung und Beteiligung von Anthropic innerhalb der Europäischen Union prüfen. Mit Rechtssicherheit, Marktzugang, Kapital und einer Werteordnung, die zu diesem Unternehmen passt“, schrieb Pröll in dem Brief.

Henna Virkkunen, verschwommen, blondes Haar, Alexander Pröll,  blauer Anzug, himmelblaue Krawatte, weißes Shirt
Henna Virkkunen (l.), Alexander Pröll (r.). (Foto: Thierry Monasse/Getty Images.)

Wie ein solcher Schritt konkret umgesetzt werden könnte, ließ er offen. Pröll räumte zudem ein, dass es Skepsis geben werde, ob ein solches Vorhaben überhaupt realisierbar sei.

„Die eigentliche Frage ist nicht, ob es einfach ist“, schrieb Pröll. „Die Frage ist, ob wir Europäer bereit sind, die Architekten unserer technologischen Zukunft zu sein, oder ob wir lediglich Verwalter andernorts getroffener Entscheidungen bleiben wollen.“

Anthropic reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zum österreichischen Vorschlag.

Erst Anfang des Monats hatte die Europäische Kommission Gesetzentwürfe vorgelegt, um die heimische Cloud-, KI- und Halbleiterbranche zu stärken und die Abhängigkeit von US-amerikanischen Anbietern zu verringern. Damit trotzt der Technologiesektor der Kritik der US-Regierung an den europäischen Regulierungsmaßnahmen gegenüber der Branche.


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