VW entwickelt neuen KI-Chip für Chinas E-Auto-Industrie


VW hat angekündigt, einen eigenen KI-Chip zu entwickeln, um seine Position auf dem weltgrößten Automarkt zu stärken. Oder wie Volkswagen es nennt: seinem „wichtigsten" Markt.

Der Chip soll System-on-Chip (SoC)-Technologie nutzen, wie sie in Smartphones und Fahrzeugen mit Fahrerassistenz- und autonomen Systemen üblich ist. Statt mehrere Chips für verschiedene Funktionen im Auto zu verwenden, will VW künftig auf einen einzigen Chip mit folgenden Eigenschaften setzen:

  • Daten von Sensoren und Kameras verarbeiten
  • Fortschrittliche Assistenzsysteme betreiben, typisch für autonome Fahrunterstützung
  • Reduktion im Stromverbrauch im Vergleich zu mehreren separaten Chips
  • Mehr Kontrolle über Software und Hardware für den Hersteller
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„Durch eine lokalisierte Technologieentwicklung erhält die Region mehr Eigenständigkeit, um ihre führende Position in diesem dynamischen Automobilmarkt weiter zu stärken", sagte Ralf Brandstätter, Vorstandsmitglied der Volkswagen AG für China.

Volkswagen brach
Bild: Shutterstock.

Der Chip entsteht laut VW in einem Joint Venture zwischen seiner Software-Tochter Cariad und dem chinesischen Smart-Driving-Spezialisten Horizon Robotics, „an dem CARIAD eine Mehrheitsbeteiligung von 60% halten soll".

Für das Unternehmen ist es ein großer Schritt, da VW mehr Forschung und Entwicklung direkt in China ansiedeln will. Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren etwa 30 Elektrofahrzeuge im Land herauszubringen. Dann sollen auch die ersten Lieferungen des KI-Chips erfolgen.

Der Schritt spiegelt auch die Spannungen in der Tech-Branche wider, während China und die USA ihre Handelskonflikte verschärfen. Erst diese Woche kündigte Präsident Donald Trump an, Nvidias fortschrittlichste KI-Chips exklusiv in den USA zu produzieren und sie von China und anderen Ländern fernzuhalten.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Washington über Exportverbote für Nvidia-Chips diskutiert oder sie tatsächlich verhängt. Als Reaktion testen chinesische Tech-Giganten wie Alibaba, Tencent und Baidu alternative, „hausgemachte" KI-Chips.

Ein weiterer Grund für VWs Streben nach mehr Tech-Unabhängigkeit: Das Unternehmen hat Mühe, im schnell wachsenden Elektrofahrzeug-Sektor mitzuhalten, wo chinesische Marken mittlerweile fast 70% der Verkäufe ausmachen, berichtet die Financial Times.

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VWs Konkurrenten sind im chinesischen E-Auto-Markt voraus. Toyota hat beispielsweise seinen „Toyota Guardian" KI-Chip angekündigt, und Ford kooperiert mit Intel für ADAS und künftige autonome Features.

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