VW will bis zu 100.000 Stellen streichen und vier Werke in Deutschland schließen

Volkswagen erwägt Berichten zufolge, bis zu 100.000 Stellen abzubauen und vier deutsche Werke zu schließen. Es wäre die größte Umstrukturierung in der 89-jährigen Unternehmensgeschichte.
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Volkswagen erwägt die größte Umstrukturierung der Konzerngeschichte, mit einem möglichen Abbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen und der Schließung vier deutscher Werke.
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Berichten zufolge könnten die Werke in Hannover, Zwickau, Emden sowie Audi in Neckarsulm betroffen sein. An diesen Standorten stehen mehr als 45.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.
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Volkswagen erklärt, das bisherige Modell, Autos in Deutschland zu entwickeln, in Europa zu produzieren und weltweit zu exportieren, funktioniere in einem veränderten globalen Markt nicht mehr.
Die geplanten umfangreichen Stellenstreichungen, Teil von Volkswagens Vorhaben, „ein neues Unternehmen" zu werden, wurden zuerst vom Wirtschaftsmagazin Manager Magazin berichtet.
Volkswagen wollte sich zu den gemeldeten Umstrukturierungsplänen zunächst nicht äußern. Ein Sprecher erklärte jedoch am Freitag in einer schriftlichen Stellungnahme, dass die Automobilindustrie vor erheblichen Herausforderungen stehe: „Neue Zölle, härterer Wettbewerb und stagnierende, teils rückläufige Märkte bedeuten für das Unternehmen derzeit Belastungen in zweistelliger Milliardenhöhe pro Jahr."
Die Pläne sollen am 9. Juli im Aufsichtsrat besprochen werden, wie Reuters mit Hinweis auf Insiderinformationen berichtet.
Laut Manager Magazin soll der Konzern die Werke in Hannover, Zwickau, Emden sowie Audis Standort Neckarsulm schließen, wodurch mehr als 45.000 Arbeitsplätze gefährdet wären. Die mögliche Umstrukturierung wäre eine Erweiterung der bisherigen Pläne, bis 2030 rund 50.000 Stellen abzubauen, angesichts einbrechender Verkäufe in China und Nordamerika sowie der Zollpolitik der Trump-Regierung.
Sollte der Plan umgesetzt werden, könnte es sich um eine der größten Umstrukturierungen in der Geschichte der Automobilindustrie handeln.
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Manager Magazin berichtete zudem, das Unternehmen werde seine Investitionen in den nächsten fünf Jahren um rund 15 Prozent auf knapp über 130 Milliarden Euro kürzen. Zuvor hatte CEO Oliver Blume eine Strategie vorgestellt, mit der elf Milliarden Euro eingespart werden sollen.
Volkswagen beschäftigt konzernweit rund 660.000 Menschen in seinen Automobilmarken, darunter Audi, Bentley und Skoda. Etwa 43 Prozent der Belegschaft ist in Deutschland ansässig.
Der Volkswagen-Sprecher erklärte weiter: „Der Vorstand hat wiederholt betont, dass unser bisheriges Geschäftsmodell nicht mehr für alle Marken funktioniert: Autos in Deutschland zu entwickeln, sie in Europa zu produzieren und weltweit zu exportieren." Sowohl die Automobilindustrie als auch der Volkswagen-Konzern befänden sich in einem tiefgreifenden Wandel.
Der Konzern sieht sich mit zunehmendem Wettbewerb durch chinesische Rivalen konfrontiert. Chinesische Hersteller von Elektroautos und Plug-in-Hybriden punkten mit niedrigen Preisen und fortschrittlicher Technologie und setzen damit etablierte Automobilhersteller im chinesischen Markt massiv unter Druck.
Volkswagen gab im April bekannt, im ersten Quartal eine Milliarde Euro an Gemeinkosten eingespart zu haben. Zudem plant der Konzern, die weltweite Produktionskapazität im Rahmen seiner Kostensenkungsstrategie um eine weitere Million Fahrzeuge zu reduzieren, aufgeteilt auf China und Europa.
„Der gesamte Konzern einschließlich seiner Marken und Tochtergesellschaften muss einen weitreichenden Wandel durchlaufen", fügte der Sprecher hinzu.
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