Schleswig-Holstein kehrt Windows den Rücken und wechselt zu Linux
Mehr als 200 Landesbedienstete arbeiten inzwischen mit Linux.

Image by Iamadhithia via Shutterstock/Cybernews
- Schleswig-Holstein stellt die Arbeitsplätze der Staatskanzlei von Windows auf Linux um.
- Über 200 Beschäftigte der Staatskanzlei arbeiten bereits mit Linux; 20 Windows-Rechner bleiben für Spezialanwendungen bestehen.
- Zuvor hatte das Land Microsoft 365 an knapp 80 Prozent der Arbeitsplätze der Landesverwaltung durch LibreOffice ersetzt.
- Deutschland und Frankreich setzen auf Open-Source-Lösungen, um die Abhängigkeit von US-Technologiekonzernen zu verringern.
Zentrale Fakten von nexos.ai, geprüft von der Cybernews-Redaktion.
Schleswig-Holstein, Vorreiter in Sachen digitaler Souveränität, stellt jetzt die Arbeitsplätze der Staatskanzlei von Windows auf Linux um.
Das Bundesland sorgte 2025 für Schlagzeilen, als es an knapp 80 Prozent der Arbeitsplätze der Landesverwaltung Microsofts Bürosoftware durch LibreOffice ersetzte, eine quelloffene europäische Alternative.
Schätzungen zufolge spart das Land dadurch rund 15 Millionen Euro (17,5 Millionen Dollar) pro Jahr.
Ein Jahr später folgen immer mehr europäische Regierungen und Kommunen dem Beispiel aus Kiel, und das Land übernimmt erneut die Vorreiterrolle.
Diesmal wechselt die Staatskanzlei von Microsoft Windows zu Linux, wie aus einem Bericht des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags hervorgeht.
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Mehr als 200 Beschäftigte der Staatskanzlei arbeiten bereits mit Linux, während 20 Arbeitsplätze wegen „technischer Abhängigkeiten“ bei bestimmten Fachanwendungen der Verwaltung weiterhin unter Windows laufen.
„Aber daran arbeiten wir auch“, erklärt Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei und Digitalisierungsminister des Landes.
Deutschland zählt zu den Vorreitern beim Abbau der Abhängigkeit von US-amerikanischer Technologie, während der Druck der Regierung von Donald Trump auf die europäischen Hauptstädte wächst.
So sollen sämtliche Dokumente der öffentlichen Hand in Deutschland künftig nur noch in offenen Formaten wie dem OpenDocument Format (ODF) erstellt werden. Proprietäre Alternativen wie Microsoft Word fallen damit weg.
Zwar steht Microsoft 365 im Zentrum der europäischen Bestrebungen um digitale Souveränität, doch zahlreiche Länder prüfen inzwischen auch Alternativen zu Windows.
Die französische Regierung hat sich darauf festgelegt, Windows an 2,5 Millionen Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst durch Linux zu ersetzen. Ein konkreter Zeitplan liegt allerdings noch nicht vor.