Bundeswehr plant vorerst keine Aufträge für Palantir

Die Bundeswehr plant vorerst nicht, Aufträge an das US-amerikanische Datenanalyse- und Verteidigungssoftware-Unternehmen Palantir zu vergeben, wie ein führender Militäroffizier gegenüber dem Handelsblatt mitteilte.
„Das sehe ich momentan überhaupt nicht“, wird Vizeadmiral Thomas Daum als Zuständiger für die Cyberabwehr in der Montagsausgabe der Zeitung zitiert.
„So sehr wir an der Funktionalität interessiert sind für unseren eigenen Datenbestand, so unvorstellbar ist es eben momentan, Industriemitarbeiter auf den nationalen Datenbestand zuzulassen“, so Daum. Weiter ergänzte er: „Bei der NATO ist diese Software im Einsatz, das wissen wir, und das nutzen wir auch. Und wir sehen auch die Erkenntnisse, die sich daraus ergeben.“
Reuters meldete im vergangenen Monat, dass das KI-Zielerfassungssystem „Maven“ von Palantir als „Program of Record“ (Standardprogramm) des Pentagon eingestuft wurde. Das sichert dem Unternehmen eine dauerhafte Rolle in der Entscheidungsfindung des US-Militärs, einschließlich Budget- und Planungssicherheit für den weiteren Ausbau der Software.
Die Bundeswehr prüft derzeit ebenfalls den Einsatz von KI, da sie Gefechtsdaten schneller als Menschen analysieren könnte.