Deutsche Telekom kooperiert mit Musks Starlink, um Funklöcher in Europa zu schließen

Als eines der weltweit führenden Telekommunikationsunternehmen will die Deutsche Telekom mit Elon Musks Starlink kooperieren, um bestehende Funklöcher im europäischen Netz zu schließen.
Die Telekom will mit Starlink Internet in Regionen bringen, in denen herkömmliche Mobilfunkmasten an ihre Grenzen stoßen.
Dafür nutzt das Unternehmen die satellitengestützte Direct-to-Cell-Konnektivität von Starlink, um Mobilfunk in bislang unterversorgte Regionen zu bringen, etwa in Naturschutzgebiete oder schwer zugänglichen Zonen.
Der Mobile Satellite Service (MSS) von Starlink soll künftig dafür sorgen, dass Smartphones direkt mit den Satelliten verbunden werden können.
Ziel ist eine möglichst lückenlose Verbindung. Wenn ein Handynutzer sein Mobilfunksignal verliert, soll es automatisch auf das Satellitennetz von Starlink umschalten.
KundInnen sollen dann wie gewohnt mobile Daten, Video, Sprache und SMS nutzen können.
Der Launch ist für 2028 geplant, dann soll auch die nächste Generation der Starlink-Satelliten an den Start gehen.
Die Deutsche Telekom sieht in der Partnerschaft eine zusätzliche Sicherheitsebene in Ausnahmesituationen, etwa bei Stromausfällen oder Naturkatastrophen.
Mit Starlink verspricht die Telekom ihren rund 273 Millionen Mobilfunkkunden „bestmögliche Verbindung, jederzeit und überall“.
Dabei ist die Telekom nicht der erste Mobilfunker, der eine Kooperation mit Starlink eingeht.
Bereits 2025 schloss Virgin Media einen Vertrag mit Musks Starlink ab, um ab der ersten Jahreshälfte 2026 einen neuen Dienst namens O2 Satellite anzubieten.
Virgin Media war das erste Unternehmen Großbritanniens, das eine Kooperation mit Starlink einging, um die mobile Abdeckung in ländlichen Regionen für seine KundInnen zu verbessern.
Die „bahnbrechende“ mehrjährige Partnerschaft mit Starlink ziele darauf ab, die Flächenabdeckung von Virgin Media O2 im Vereinigten Königreich innerhalb eines Jahres nach dem Start auf über 95 % zu erhöhen, teilte das Unternehmen mit.
Der Deal der Deutschen Telekom ist also nicht einzigartig, kommt aber zu einem Zeitpunkt, an dem Europa mit den Folgen der Abhängigkeit von US-Anbietern ringt.
Europas wachsende Abhängigkeit von Starlink berge ein Risiko, sei aber zugleich eine Abkürzung, sagte Stirling Forbes, CEO von Forbes-Space, gegenüber Cybernews. Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine europäische Consultingagentur für die Raumfahrtbranche, spezialisiert auf Satellitenkommunikation, Weltraumsicherheit und Telekommunikationsinfrastruktur.
„Starlink ist zugleich eine strategische Schwachstelle und eine bequeme Abkürzung, da die europäischen Länder im letzten Jahrzehnt nicht in souveräne Weltrauminfrastruktur investiert haben, bis das Problem offensichtlich wurde.“
Europa strebt eine eigene Satelliteninfrastruktur an, hat sich aber noch nicht von Starlinks Diensten gelöst, denn Europas eigene Satelliten brauchen mehrere Jahre bis zur Einsatzbereitschaft und sind nicht so leistungsfähig wie die von Starlink.
Die Region hat zwar Alternativen zu Starlink. Diese werden jedoch erst Jahre nach ihrer Einführung einsatzfähig sein, was bedeutet, dass Europas Systeme Starlink noch jahrelang keine Konkurrenz machen werden, wenn überhaupt.
Obwohl es einige Kontroversen rund um Starlink gab, insbesondere die missbräuchliche Nutzung der Technologie durch das russische Militär im Krieg gegen die Ukraine, sind viele Nutzer mit Musks Hochgeschwindigkeits-Internetdienst zufrieden.
MrBeast lobte Musk für Starlink im Podcast „The Good Guys“ und verwies auf seine Erfahrungen in der Antarktis und an anderen abgelegenen Drehorten, bei denen er auf eine stabile Internetverbindung angewiesen war.
Donaldson berichtete, dass seine Crew in abgelegenen Regionen Starlink auf dem Autodach befestigt habe und sie „während der gesamten Autofahrt ein perfektes Signal“ gehabt hätten.
Neben dem Einsatz an entlegenen Drehorten sagte Donaldson, dass er, sobald Starlink-WLAN in Flugzeugen weiter verbreitet ist, nur noch Flüge mit Starlink-Internet buchen wolle.
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