Polizei verhaftet neun Verdächtige wegen Geldwäsche in Krypto-Anlagebetrug


Ermittler mehrerer EU-Länder verhaften neun Verdächtige wegen der Unterhaltung eines Geldwäschenetzwerks im Zusammenhang mit Krypto-Anlagebetrug.

Die mutmaßlichen Mitglieder des Geldwäschenetzwerks erstellten Dutzende gefälschte Krypto-Investmentplattformen, die wie seriöse Websites aussahen. Teilnehmer wurden mit dem Versprechen hoher Renditen über Social-Media-Werbung, gefälschte Nachrichten-Artikel und frei erfundene Erfahrungsberichte bekannter Prominenter geködert.

Sobald Opfer Kryptowährung an die Investmentplattformen überwiesen, war das Geld weg. Die durch verschiedene Betrugsmaschen erbeuteten Vermögenswerte wurden dann über Blockchain-Technologie gewaschen. Mit dieser Methode erwirtschafteten die Betrüger geschätzte 600 Millionen Euro.

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Die Ermittlungen wurden durch die Beschwerden mehrerer Opfer ausgelöst. Wann die ersten Anzeigen eingingen, bleibt unklar.

Eurojust, die EU-Zentrale für justizielle Zusammenarbeit, half beim Aufbau eines gemeinsamen Ermittlungsteams zwischen belgischen und französischen Behörden. Die Agentur brachte Staatsanwälte und Ermittlungsrichter aus Belgien, Zypern, Frankreich, Deutschland und Spanien zusammen, um die Zerschlagung des Netzwerks zu organisieren.

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Bild: Shutterstock.

Am 27. und 29. Oktober 2025 nahmen Polizeibeamte neun Verdächtige in ihren Wohnungen in Zypern, Deutschland und Spanien wegen Verdachts auf Geldwäsche fest. Bei den Hausdurchsuchungen beschlagnahmten die Beamten 800.000 Euro auf Bankkonten, 415.000 Euro in Kryptowährungen und 300.000 Euro in Bargeld.

Es ist nicht das erste Mal, dass Eurojust erfolgreich eine Betrügerbande zerschlägt. Im Juni verhafteten Ermittler aus Deutschland und Rumänien mit Hilfe von Eurojust sieben Verdächtige, die über gekaperte Verkäuferkonten auf einer bekannten Online-Handelsplattform gefälschte Produkte verkauften und dabei über 400.000 Euro Schaden verursachten.

Einen Monat später war Eurojust an der Zerschlagung eines kriminellen Netzwerks beteiligt, das in Geldautomatenbetrug verwickelt war. Die Verdächtigen erbeuteten dabei etwa 580.000 Euro.

jurgita justinasv Izabelė Pukėnaitė vilius Ernestas Naprys Gintaras Radauskas
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