NordVPN auf dem Router einrichten, Heimnetzwerk absichern
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NordVPN verbessert die Online-Sicherheit und den Datenschutz deiner Geräte. Die Einrichtung auf dem Router bietet zusätzliche Vorteile. Unbegrenzte gleichzeitige Verbindungen und Schutz für Geräte, die sonst nicht kompatibel wären. Kurzum: Umfassende Sicherheit im Heimnetzwerk.
In diesem Artikel erkläre ich Schritt für Schritt, wie du NordVPN auf dem Router einrichten kannst.
Router für NordVPN: Diese Modelle sind kompatibel
Router für NordVPN gibt es in zwei Varianten: Vorkonfigurierte Geräte oder Router, die du selbst einrichten musst. Es funktioniert nur auf Geräten, die das OpenVPN-Protokoll unterstützen.
Um das VPN selbst einzurichten, musst du wissen, ob dein Router kompatibel ist. Prüfe dazu die Herstellerangaben im Datenblatt oder logge dich im Router ein und kontrolliere die Einstellungen.
Hier einige kompatible Router für NordVPN:
| Hersteller | Router |
| Asus | RT-AX86U, RT-AX88U (AX6000), RT-AC5300, RT-AC66U B1, RT-AC86U, Asus RT-AX3000 |
| D-Link* | DIR-885L, DIR-895L |
| Linksys* | EA8500, WRT1900ACS, WRT3200ACM |
| Netgear* | R7500, R7800, R8500, R9000 |
* erfordert Flashen mit DD‑WRT
Diese Router-Modelle bieten eine solide Mischung aus Leistung und Sicherheit, ohne überdurchschnittlich starke Hardware zu benötigen. Besonders empfehlenswert sind Asus-Router. Die Einrichtung auf ihnen ist besonders unkompliziert.
NordVPN auf dem Router einrichten: Allgemeine Schritte erklärt
Die Einrichtung unterscheidet sich je nach Hersteller, aber die Schritte sind ähnlich:
- Konfigurationsdateien herunterladen. Suche den passenden NordVPN‑Server und lade die verfügbaren Protokolle herunter (OpenVPN‑Dateien). Geeignete Server findest du im NordVPN‑Serverfinder.
- IP‑Adresse deines Routers finden. Die IP steht oft auf der Rück‑ oder Unterseite des Routers, z.B. 192.168.1.1.
- IP in den Browser eingeben. Tippe die IP in die Adresszeile deines Browsers und melde dich mit dem Router‑Passwort an. Es steht meistens auf dem Gerät neben der IP. Falls du dein Passwort geändert hast, verwende dein eigenes.
Im Folgenden findest du herstellerspezifische Anleitungen.
NordVPN mit ASUS-Router einrichten
ASUS‑Router sind besonders einfach zu konfigurieren. So gehst du vor:
-
Logge dich ins Router‑Menü ein, öffne den Bereich „VPN“ und wähle in der Seitenleiste „VPN Client“. Klicke dann auf „Profil hinzufügen“.
-
Wähle im neuen Fenster „OpenVPN“ und fülle die Felder aus. Bei Username und Passwort füllst du deine NordVPN-Account-Informationen ein.
- Lade die Konfigurationsdatei hoch: “Datei auswählen“ – „Öffnen“.
- Klicke auf “Hochladen“ und warte auf die Bestätigung, dass der Upload erfolgreich war.
-
Das Kästchen „CA Datei importieren“ aktivierst du nicht. Klicke „OK“.
-
Im Tab „VPN Client“ siehst du nun “Aktivieren“. Klicke darauf, um die Verbindung zu starten.
- Ein blaues Häkchen zeigt dir, dass du verbunden bist – fertig!
NordVPN mit DD‑WRT Router einrichten
DD‑WRT kann auf den ersten Blick komplex wirken. Mit dieser Anleitung klappt es aber problemlos:
1. In der Administrationsoberfläche navigierst du zu „Setup“ – „Basic Setup“. Unter „Network Address Server Settings (DHCP)“ setze die NordVPN‑DNS:
- Static DNS 1: 103.86.96.100
- Static DNS 2: 103.86.99.100
- Static DNS 3: 0.0.0.0 (Standard)
- Use DNSMasq for DHCP: Checked
- Use DNSMasq for DNS: Checked
- DHCP‑Authoritative: Checked
2. Klicke „Apply Settings“ und „Save“.
3. Navigiere zum Tab „Setup“, dann „IPv6“ und deaktiviere IPv6. Klicke „Apply Settings“ und „Save“.
4. Gehe zu „Setup“ – „VPN“. Im Bereich „OpenVPN Client“ stelle „Start OpenVPN Client“ auf „Enable“ und füge folgende Werte ein:
- Server IP/Name: (dein zuvor gewählter NordVPN‑Server)
- Port: 1194(oder 443bei TCP)
- Tunnel Device: TUN
- Tunnel Protocol: UDP(oderTCP)
- Encryption Cipher: AES-256-CBC
- Hash Algorithm: SHA-512
- User Pass Authentication: Enable
- Username/Password: deine NordVPN‑Dienstzugangsdaten (im NordVPN‑Kontodashboard)
- First/Second/Third Data Cipher: Not set
- Advanced Options: Enabled(dadurch erscheinen 3 zusätzliche Optionen)
- TLS Cipher: None
- LZO Compression: Disable
- NAT: Enable
5. In das Feld „Additional Config“ fügst du Folgendes ein:
remote-cert-tls server
remote-random
nobind
tun-mtu 1500
tun-mtu-extra 32
mssfix 1450
persist-key
persist-tun
ping-timer-rem
reneg-sec 0
#log /tmp/vpn.log
6. Öffne die heruntergeladene Konfigurationsdatei in einem Texteditor wie WordPad oder Notepad++. In der Datei solltest du den Abschnitt mit dem CA‑Zertifikat sehen.
7. Kopiere den kompletten Zertifikatsblock (vom Anfang bis zum Ende des Zertifikats) und füge ihn in das Feld „CA Cert“ ein.
8. Scrolle weiter bis zum TLS‑Auth‑Key‑Abschnitt. Kopiere den Inhalt (ohne die öffnende und schließende Markierung) und füge ihn in das Feld „TLS Auth Key“ ein.
9. Danach klickst du „Apply Settings“ und „Save“.
10. Prüfe den Verbindungsstatus unter „Status“ – „OpenVPN“ – „Client: Connected Success“.
NordVPN mit OpenWRT-Router einrichten
Mit OpenWRT ist die Router-Einrichtung recht simpel:
- OpenWRT unterstützt zunächst nur Telnet. Verbinde dich mit der IP 192.168.1.1. Ändere das Root‑Passwort mit passwd. Danach akzeptiert der Router SSH‑Verbindungen. Installiere anschließend:
- opkg update
- opkg install openvpn-openssl
- opkg install ip-full
2. OpenVPN fragt beim Start standardmäßig Nutzer und Passwort ab. Um das zu automatisieren, hänge das Wort secret (mit vorangestelltem Leerzeichen) an die Zeile auth-user-pass in der OVPN‑Datei. Das Ergebnis lautet: auth-user-pass secret
3. Erstelle im selben Ordner eine Datei namens secret. In der neuen Datei trägst du deine NordVPN‑Zugangsdaten ein: Die erste Zeile ist dein NordVPN‑Benutzername, die zweite dein NordVPN‑Passwort.
4. Nun bindest du die OpenVPN‑Konfiguration ein. Hierfür gibt es zwei Wege:
- Dateiendung von .ovpn in .conf ändern (OpenVPN erkennt sie dann automatisch)
- Die Datei in /etc/config/openvpn referenzieren (per uci):
uci set openvpn.nordvpn=openvpn
uci set openvpn.nordvpn.enabled='1'
uci set openvpn.nordvpn.config='/etc/openvpn/al1.nordvpn.com.tcp.ovpn'
uci commit openvpn
Die Datei /etc/config/openvpn sollte dann folgendes enthalten:
config openvpn 'nordvpn'
option enabled '1'
option config '/etc/openvpn/al1.nordvpn.com.tcp.ovpn'
5. Alternativ: Endung in .conf ändern und in /etc/config/openvpn angeben. Dabei startet OpenVPN einmalig mit dieser Konfiguration.
6. Neues Netzwerk‑Interface anlegen. Beachte, dass es zwei verschiedene Vorgehensweisen gibt, die beide gleichzeitig umgesetzt werden sollten. Die empfohlene Methode über ein Interface lautet:
Per uci:
uci set network.nordvpntun=interface
uci set network.nordvpntun.proto='none'
uci set network.nordvpntun.ifname='tun0'
uci commit network
In der Datei /etc/config/network sollte Folgendes stehen:
config interface 'nordvpntun'
option proto 'none'
option ifname 'tun0'
7. Neue Firewall‑Zone anlegen und Weiterleitung von LAN – VPN:
uci add firewall zone
uci set firewall.@zone[-1].name='vpnfirewall'
uci set firewall.@zone[-1].input='REJECT'
uci set firewall.@zone[-1].output='ACCEPT'
uci set firewall.@zone[-1].forward='REJECT'
uci set firewall.@zone[-1].masq='1'
uci set firewall.@zone[-1].mtu_fix='1'
uci add_list firewall.@zone[-1].network='nordvpntun'
uci add firewall forwarding
uci set firewall.@forwarding[-1].src='lan'
uci set firewall.@forwarding[-1].dest='vpnfirewall'
uci commit firewall
In der Datei /etc/config/firewall sollte stehen:
config zone
option name 'vpnfirewall'
option input 'REJECT'
option output 'ACCEPT'
option forward 'REJECT'
option masq '1'
option mtu_fix '1'
list network 'nordvpntun'
config forwarding
option src 'lan'
option dest 'vpnfirewall'
8. Konfiguriere den DNS‑Server. Empfohlen: NordVPN‑DNS am WAN‑Interface:
uci set network.wan.peerdns='0'
uci del network.wan.dns
uci add_list network.wan.dns='103.86.96.100'
uci add_list network.wan.dns='103.86.99.100'
uci commit
In der Datei /etc/config/network sollte der Abschnitt ‘wan’ enthalten sein:
config interface 'wan'
option ifname 'eth0.2'
option force_link '1'
option proto 'dhcp'
option peerdns '0'
list dns '103.86.96.100'
list dns '103.86.99.100'
Wenn du damit fertig bist, sollte alles laufen. Prüfe auf der NordVPN‑Startseite, ob der Status „Gesichert“ sichtbar ist.
Tipp: Für Router anderer Hersteller findest du im NordVPN-Support weitere Anleitungen zu kompatiblen Geräten und Firmwares.
Warum NordVPN auf dem Router nutzen? Vorteile im Überblick
Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:
- Unbegrenzte gleichzeitige Verbindungen: NordVPN limitiert parallele App‑Verbindungen auf 6 Geräte. Über einen Router zählt dein gesamtes Netzwerk als eine einzige Verbindung.
- VPN auf nicht unterstützten Geräten: Auch Geräte ohne eigene VPN-App sind geschützt, sobald der Router die Verbindung übernimmt. Diese Funktion ist ideal, um beispielsweise Geoblocks auf Streaming-Sticks oder Smart-TVs zu umgehen.
- Sicherheit & Komfort: Du musst die VPN-App nicht länger auf jedem einzelnen Gerät manuell ein- oder ausschalten. Sobald sich ein Gerät mit dem Router verbindet, wird der gesamte Datenverkehr automatisch verschlüsselt.
Nicht kompatibel: Router, die mit NordVPN nicht funktionieren
Wichtig zu beachten ist, dass nicht alle Router mit NordVPN kompatibel sind. NordVPN‑Server unterstützen beispielsweise kein L2TP/IPsec und PPTP mehr, sondern nur OpenVPN. Mit der nativen Firmware der folgenden Router‑Anbieter ist NordVPN daher nicht nutzbar:
- Arris
- Belkin
- Cisco
- D‑Link
- Huawei
- Linksys (Ausnahme: WRT32X/WRT32XB AC3200)
- Netgear
- TP‑Link
- TRENDnet
- Tenda
- TotoLink
- Ubee
Du bist unsicher, ob dein Router unterstützt wird? Sieh dir unsere Liste der unterstützten NordVPN-Router an.
NordVPN funktioniert nicht auf deinem Router? Häufige Probleme und Lösungen
Wenn die Router-Einrichtung nicht funktioniert, liegt das häufig daran, dass dem Router die passende Firmware für VPN-Clients fehlt. Die meisten Modelle unterstützen das allerdings nicht von Haus aus. Grundsätzlich hast du zwei Möglichkeiten:
- Neuen Router anschaffen. Am einfachsten ist es, direkt einen VPN-fähigen Router zu nutzen, der alle Anforderungen erfüllt.
- Custom-Firmware flashen. Auf manchen Modellen kannst du eine alternative Firmware installieren und NordVPN manuell einrichten. Das klappt beispielsweise mit DD-WRT, Tomato, Padavan oder OpenWRT.
Wenn trotz erfolgreicher Einrichtung Probleme bestehen, prüfe Folgendes:
- Internetverbindung. Versichere dich, dass deine Verbindung grundsätzlich läuft.
- Router Neustart. Schalte den Router kurz aus und wieder ein. Die Konfiguration wird dadurch aktualisiert, NordVPN‑Einstellungen bleiben aber erhalten.
- Aktualität der Router‑Firmware. Prüfe, ob Router-Updates verfügbar sind und installiere diese gegebenenfalls.
- Serververbindung. Teste mehrere NordVPN-Server und melde dich in der App neu an. Stelle anschließend eine neue Verbindung her. Falls das Problem bestehen bleibt, deinstalliere die App, starte dein Gerät neu und installiere die App erneut.
Bleiben die Probleme trotz aller Maßnahmen bestehen, hilft dir der NordVPN-Support schnell und zuverlässig weiter.
FAQ
Funktioniert NordVPN mit allen Asus‑Routern?
Nein, Voraussetzung ist, dass der Router OpenVPN unterstützt. Ob das der Fall ist, erfährst du im Handbuch unter dem Punkt „OpenVPN-Support“. Bei vielen anderen Router-Marken ist zusätzlich das Flashen einer alternativen Firmware nötig, was aufwendiger ist und nicht auf jedem Modell problemlos funktioniert.
Kann ich NordVPN auf meinem Nighthawk‑Router nutzen?
Ob NordVPN auf deinem Nighthawk-Router funktioniert, hängt vom Modell ab. Nur wenige Geräte dieser Serie unterstützen NordVPN direkt. Zwar sind Netgear-Router weit verbreitet, doch die meisten können ohne zusätzliche Firmware nicht als OpenVPN-Client eingesetzt werden.
Ist ein VPN‑Router dasselbe wie ein normaler Router?
Technisch sind sie sehr ähnlich. Der entscheidende Unterschied: Bei einem VPN-Router ist die VPN-Funktion bereits vorinstalliert. Dadurch sind alle Geräte im Netzwerk automatisch geschützt, ganz ohne jede App einzeln einrichten zu müssen. Eine aktuelle Übersicht der besten VPNs für Router 2026 findest du hier.