GPS-Attacke trifft Ursula von der Leyens Flug: Verdacht fällt auf Russland


Die ehemalige Bundesministerin und Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, wurde auf dem Weg nach Bulgarien von einem mutmaßlich russischen GPS-Angriff getroffen. Ihr Flug war gezwungen, ohne essenzielle Navigationsinstrumente zu landen, berichtet die Financial Times (FT).

Drei mit der Angelegenheit vertraute Beamte bestätigten der FT, dass von der Leyens Maschine über bulgarischem Luftraum ins Visier genommen wurde. Der Angriff war so massiv, dass die Piloten mithilfe einer klassischen Landkarte landen mussten, ein seltenes Ereignis im modernen Linienverkehr.

Nachdem ein vermuteter GPS-Störangriff einen gesamten Flughafenbereich lahmgelegt hatte, kreiste die Maschine der Kommissionspräsidentin eine Stunde lang über dem Airport, bevor die Piloten entschieden, ohne elektronische Karte zu landen, so die offizielle Stellungnahme an die Presse.

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GPS-Jamming ist eine Form der Sabotage, bei der Angreifer GPS-Signale stören, oft über mobile Funkfrequenzsender.

Sowohl die bulgarische Flugsicherheitsbehörde als auch die Europäische Kommission bestätigten den Vorfall. Bulgarische Behörden verdächtigen Russland, hinter dem Angriff auf die EU-Spitzenpolitikerin zu stecken.

Moskau setzt GPS-Störungen in Mittel- und Nordeuropa schon seit geraumer Zeit ein. So meldete die litauische Flugsicherung allein im März dieses Jahres über 300 GPS-Störvorfälle.

Anfang des Jahres beschuldigte auch Polens Vize-Premierminister und Digitalminister Krzysztof Gawkowski Russland, GPS-Signale im nördlichen Polen zu stören, möglicherweise als Teil einer breiteren Destabilisierungskampagne.

Der Angriff auf von der Leyen ereignete sich am letzten Tag des Monats August. Die Kommissionspräsidentin war auf dem Weg, um Bulgariens Premierminister zu treffen und eine Munitionsfabrik zu besichtigen.

Unterdessen kündigte die Europäische Union an, zusätzliche Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn zu bringen, um besser gegen GPS-Angriffe gewappnet zu sein, berichtet Reuters. Der Schritt zielt darauf ab, die Ortung zu verbessern, sagte EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius.

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