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Schluss mit MS Word: Deutschland setzt künftig auf LibreOffice und Open Document Format


Dokumente der deutschen öffentlichen Verwaltung werden künftig nur noch in offenen Formaten ausgegeben. Ziel ist, die Abhängigkeit von Microsoft Word zu verringern und die digitale Souveränität zu stärken.

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat einen Rahmenplan veröffentlicht, um neue, interoperable IT-Umgebungen auf allen Verwaltungsebenen zu schaffen, wie WinFuture berichtet.

Demnach sollen künftig nur noch offene Formate wie das Open Document Format (ODF) für amtliche Dokumente zulässig sein. Kommerzielle Alternativen wie Microsoft Word werden ausdrücklich ausgeschlossen.

ODF ist ein offenes, international standardisiertes Dateiformat, das von Programmen wie LibreOffice verwendet wird, einer Bürosoftware, die von der in Berlin ansässigen gemeinnützigen Organisation The Document Foundation entwickelt wurde.

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Die verpflichtende Nutzung von ODF soll sicherstellen, dass Dokumente langfristig zugänglich bleiben, unabhängig von einzelnen Softwareanbietern oder Softwareversionen. Zudem soll der Wechsel die Kompatibilität zwischen verschiedenen Systemen verbessern.

Microsoft gibt an, dass Word ODF-Dateien unterstützt. Allerdings kann es zu Formatierungsunterschieden kommen und einige Word-Funktionen sind in ODT-Dateien nicht verfügbar.

Der Umstieg ist Teil einer umfassenderen Strategie namens Deutschland-Stack, die auf eine Stärkung der digitalen Souveränität des Landes abzielt.

Deutschland will den Einsatz von Open-Source-Software ausbauen und Daten innerhalb nationaler oder europäischer Strukturen speichern.

Schleswig-Holstein gab 2025 bekannt, dass 80 % der Arbeitsplätze in der Landesverwaltung von Microsoft-Software auf Open-Source-Alternativen umgestellt wurden.

Ein ähnlicher Trend zeigt sich in anderen europäischen Ländern, darunter Dänemark, Österreich und den Niederlanden.

Frankreich hatte kürzlich angekündigt, dass Beschäftigte im öffentlichen Dienst Zoom-Videokonferenzen durch die lokale Alternative Visio ersetzen müssen.


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